Am 3. Oktober 1889 in Bad Ems geboren. 1927–1930 Persönlicher Referent des preußischen Kultusministers Carl Becker. Reichwein veröffentlicht Publikationen, in denen er sich für die Demokratisierung des Bildungssystems einsetzt. Er vertritt die Reformpädagogik. 1930 Mitglied der SPD. 1933 wird Reichwein aus politischen Gründen als Professor entlassen. Er entscheidet sich bewusst gegen eine Emigration und bleibt in Deutschland, wo er ab 1940 dem Kreisauer Kreis angehört und Wiederstand gegen die Nazis leistet. Ein Spitzel der Gestapo verrät ihn 1944. Er wird verhaftet und am 20. Oktober 1944, dem Tag seiner Verurteilung zum Tode, in Berlin gehängt.