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NZ, 20.03.2007
Nahe Zeitung vom 20.03.2007
Jusos fordern Videokameras
SPD-Nachwuchs und Fraktion kritisieren Umfang der Bahnhofsanierung
IDAR-OBERSTEIN. Die Juso- Arbeitsgemeinschaft der Idar-Obersteiner Sozialdemokraten traf sich mit dem Vorsitzenden der Stadtratsfraktion, Dr. Rainer Luthmann, am Bahnhof. Die Jungsozialisten Marco Loch, Christian Knuth, Daniel Jerusalem, Timo Weiskircher und Markus Ackermann wollten sich über die angelaufenen Sanierungsmaßnahmen informieren.
Luthmann erläuterte das gemeinsame Sanierungskonzept von Bahn und Stadt, das zuletzt im Bauausschuss vorgestellt worden war. Die Jungpolitiker erfuhren, dass die Bahnhofsanierung rund 635 000 Euro kosten soll. Das Bauprojekt umfasst die Renovierung der Bahnhofshalle in städtischer Regie sowie den Einbau zweier Aufzüge zu den Bahnsteigen, um Älteren und behinderten Menschen den barrierefreien Zugang zu ermöglichen. Davon trägt die Stadt 30 000 Euro für Hallensanierung und ist mit rund 75 000 Euro an den Aufzügen beteiligt, den Rest steuern das Land und der Landkreis.
Schon seit Jahren fordere die SPD-Stadtratsfraktion eine Renovierung des maroden Bahnhofs in Idar-Oberstein, referierte Luthmann. Dennoch empfinden die Jusos und der Fraktionsvorsitzende die jetzige Sanierung nur als einen Tropfen auf den heißen Stein. "Wir hätten uns eine durchdachtere Sanierung gewünscht, in der ein Gesamtnutzungskonzept für den Bahnhof enthalten ist, das auch die Nutzung des Kiosks mit einbindet und den Bahnhof wieder mit Leben füllt"”, erläuterte der Fraktionssprecher. Ein solches Konzept müsse auch eine Lösung für die schlechte Parkplatzsituation beinhalten. So könnten Park & Ride-Parkplätze geschaffen werden, etwa am ehemaligen Güterbahnhof.
Die SPD-Stadtratsfraktion und die Jusos sehen hier auch die Bahn gefordert, die sich an der Entwicklung eines solchen Gesamtnutzungskonzepts beteiligen müsse.
Die Jusos kritisieren auch, dass es bislang kein schlüssiges Konzept zur Verhinderung von Vandalismus gibt. Es sei rausgeworfenes Geld, wenn der Bahnhof renoviert würde und man einige Monate später, auf Grund von Vandalismus nichts mehr davon spüre. Bereits jetzt sind eingetretene Scheiben und bemalte Wände ein Dauerzustand.
"Die einzige Möglichkeit, Vandalismus effektiv zu bekämpfen, ist eine umfangreiche Objektüberwachung, die wir ausdrücklich für den Bahnhof befürworten." An der Heidensteilschule habe eine Videoüberwachung den Vandalismus auf ein Minimum reduziert,“ resümierte Marco Loch, der Sprecher der Jusos in Idar-Oberstein.

