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BA 18.06.2003

Birkenfelder Anzeiger, 18.06.2003
„Wir brauchen wieder Visionen!“ - Heiko Maas zu Gast bei den Jusos

Mit der Veranstaltung „140 Jahre SPD- SPD wohin“ feierten die Jusos den 140. Geburtstag der SPD. Für die Veranstaltung, die im Sitzungssaal der Stefan-Morsch-Stiftung in Birkenfeld statt fand, konnten die Jusos den saarländischen SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzenden Heiko Maas begrüßen. Ebenfalls unter den Gästen begrüßen konnten die Jusos den SPD-Kreisvorsitzenden Hans Jürgen Noss, MdL. In seiner Begrüßung betonte der Juso-Kreisvorsitzende Holger Noß, wie wichtige gerade für den Landkreis Birkenfeld die enge Zusammenarbeit zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz sei. Die geplante Zusammenlegung einzelner Ämter und Behörden, wie dem Statistischen Landesamt, seien alleine schon aus finanzpolitischen Gesichtspunkten zu begrüßen, so Noß. Vor dem Beginn der Veranstaltung nutzte Hiltrud Morsch die Gelegenheit, dem Gast die vielfältige Arbeit der Stefan-Morsch-Stiftung vorzustellen. Zu Anfang seiner Ausführungen nutzte Maas die Gelegenheit, zu einem kurzen Rückblick auf die 140jährige Geschichte der SPD. Es sei wichtig, zurückzublicken, so Maas. „Nur wer weiß, woher man kommt, weiß auch wohin man gehen kann!“. Noch heute wären Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität unumstößliche Grundsätze der Sozialdemokratie. „Jede Zeit braucht ihre eigenen Antworten“, zitierte Maas Willy Brandt um mit dieser Einleitung auf die aktuellen Fragen und Aufgaben der deutschen Sozialdemokratie einzugehen.Alleine der Blick auf die demografische Entwicklung stelle die Frage über die zukünftige Funktion der Sozialsysteme. So stehen immer weniger junge Menschen und Arbeitnehmer, immer mehr älteren Menschen gegenüber. Reformen seien daher unbestritten notwendig. „Wichtig ist hierbei aber die soziale Ausgewogenheit“, so der ehemalige Landesminister. Bei der Lösung der aktuellen sozialen Probleme verwies er auf Beispiele aus der Schweiz und Skandinavien.Maas kritisierte, dass die Politik immer mehr auf rein pragmatische Phrasen reduziert würde. „Dabei fehlen zur Zeit große Konzepte und Visionen“, so der Politiker. “Wenn Politik nur noch Handwerk ist, wirkt sich jeder handwerkliche Fehler direkt schlimm aus.“, fasste Maas zusammen.Beim Blick auf die innenpolitischen Probleme, dürften nicht die Außenpolitik außer Acht gelassen werden. „Internationalismus war immer auch ein Grundgedanke der Sozialdemokratie!“. Da wo es Menschen schlecht gehe, sie sozial unterdrückt würden, wäre auch ein Nährboden für Terrorismus gegeben, analysierte Maas und unterstrich die Notwendigkeit einer neuen Nord-Süd Debatte.Am Ende appellierte Maas an die junge Generation sich mit eigenen Ideen und Konzepten in die Arbeit der SPD einzubringen.

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