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BA 27.11.2002 

Birkenfelder Anzeiger, 27.11.2002 
Lebendige Erinnerung am 25. Todestag von Wilhelm Dröscher

Zu einer besonderen Veranstaltung hatten der Juso-Kreisverband Birkenfeld und der SPD-Ortsverein Birkenfeld nach Birkenfeld eingeladen.
Am Vorabend des 25. Todestages erinnerten sie an Wilhelm Dröscher. Dröscher, vielen Bürgerinnen und Bürger immer noch als „Lem“ oder „der gute Mensch von Kirn“ in Erinnerung, starb 1977 überraschend während des SPD-Bundesparteitag in Hamburg. Viele Jahre hatte er das politische Geschehen im Naheland entscheidend mitgeprägt. Erstmals bundespolitische Beachtung fand er 1957, als es ihm trotz absoluter Mehrheit der CDU im Bund gelang, den Wahlkreis für die SPD zu gewinnen. Als Oppositionsführer im Mainzer Landtag, zweimaliger Spitzenkandidat bei den Landtagswahlen und schließlich Bundesschatzmeister der Bundes-SPD, machte er die Naheregion bundesweit bekannt.
Als besondere Gäste konnte der Vorsitzende Holger Noß ehemalige Mitarbeiter, Weggefährten und Familienmitglieder begrüßen. So kamen an diesem neben Peter-Wilhelm Dröscher, heute selbst Abgeordneter in Mainz, der ehemalige Landrat und Staatssekretär Dr. Ernst Theilen, sowie der ehemalige Landtagsabgeordnete und SPD-Kreisvorsitzende Jürgen Henze auch Rudolf Scharping.
Neben Anekdoten erinnerten sie auch an die Toleranz und die Bürgernähe Dröschers. So waren bei seinen Bürgersprechstunden oftmals wegen des großen Andrangs die Stühle Mangelwaren. Eine ganze Regalwand mit Aktenordner trug nur eine Aufschrift. DaW, der „Dienst am Wähler“. Im Anschluss wurde ein Film gezeigt, der die Arbeit Dröscher in den Jahren 1961 und 1962 dokumentierte und den Dröscher für die Landtagswahl 1963 drehte. Der Film zeigte interessante Einblicke in den Politikeralltag vor vierzig Jahren.

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