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BA 10.09.1997
Birkenfelder Anzeiger 10.09.1997
Fritz-Rudolf Körper referiert bei den Jusos
Zur Kreiskonferenz der Jungsozialisten auf Burg Birkenfeld konnte der Vorsitzende Holger Noß auch den Wahlkreisabgeordneten und Innenpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Fritz-Rudolf Körper, und die stellvertretende Juso-Bezirksvorsitzende, Hedi Meyer, begrüßen.
In seiner mit viel Applaus bedachten Rede kritisierte Körper scharf die Steuerreformpläne der Bundesregierung, die sozial unausgewogen und unsolide seien. Körper rechnete vor, dass bei Realisierung der waigelschen Pläne allein auf das Land Rheinland-Pfalz ein Steuerausfall von über einer Milliarde DM zukäme. Eine Reform sei arbeitsmarktpolitisch dringend notwendig, sie müsse aber sozial gerecht und vom Umfang her finanziell machbar sein, so der SPD-Bundestagsabgeordnete. Auch die innenpolitischen Themen Verbrechensbekämpfung und Integrationspolitik wurden von Fritz-Rudolf Körper ausführlich dargestellt und den Junggenossen nahegebracht.
Bei ihren anschließenden Vorstandswahlen bestätigten die Jungsozialisten den 21jährigen Holger Noß aus Birkenfeld als Vorsitzenden des Kreisverbandes. Zu seinen Stellvertretern wurden Anne-Katrin Schramm, Andrea Krieger, Karsten Klein, Holger Müller, Timo Schahn und Rouven Voigt gewählt.
Als Delegierte bzw. Ersatzdelegierte für die Landeskonferenz wurden neben den Vorstandsmitgliedern Helge Näher, Rene Ritter, Sascha Eisenbeil, Sven Schneider, Kai-Wolfgang Schäffner und Andreas Gerth gewählt.
Nach den Wahlen verabschiedeten die Jusos Anträge zur Aussiedlerintegration und zum Erhalt des Ferienlagers in Hattgenstein. Die Jusos wollen sich dafür einsetzen, dass das nächste Jugendcamp der Saar-Lor-Lux-Internationale in Hattgenstein stattfindet. Auf diese Weise soll für eine bessere Auslastung und überregionale Bekanntheit der Anlage gesorgt werden. Neben der Europa-Akademie und der Fachhochschule in Neubrücke könnte das Ferienlager zur dritten Säule der Europa-Idee in der Region werden und der Begegnung von Jugendlichen aus unterschiedlichen Ländern dienen, so der Kreisvorsitzende Holger Noß.
Neben dem Lehrstellenmangel und der Verbesserung des ÖPNV wollen sich die Jungsozialisten auch weiterhin intensiv mit der Sektenproblematik auseinandersetzen. So planen die Kreis-Jusos eine Diskussionsveranstaltung durchzuführen, die sich mit verfassungsfeindlichen Sekten beschäftigen soll.

