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BA 09.12.1998
Birkenfelder Anzeiger 09.12.1998
Juso-Bezirkskonferenz in Neubrücke
Als großen Erfolg für die Jusos im Landkreis Birkenfeld wertete der Juso-Kreisvorsitzende Holger Noß die Juso-Bezirkskonferenz, die auf dem Gelände des Umwelt-Campus stattfand.
Zum ersten Mal überhaupt fand damit eine überregionale Konferenz der Jusos im Landkreis Birkenfeld statt. Rund 100 Delegierte des Bezirksverbandes Rheinland/Hessen-Nassau, der sich aus den Regierungsbezirken Trier und Koblenz zusammensetzt, waren aufgerufen, sich einen neuen Bezirksvorstand zu wählen. Als neue Sprecher wählten die Delegierten neben dem Birkenfelder Holger Noß, Tanja Breuer und Jochen Reeh. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Bettina Dreher, Inga Hummerich, Dajana Schneider, Marcus Heintel, Clemens Hoch und Matthias Zenz gewählt.
Für den Bundeskongress der Jusos, der im Mai in Leipzig stattfinden wird, wurden neben Holger Noß, auch Anne-Katrin Schramm als Delegierte für die zwölfköpfige Delegation des Bezirkes nominiert. Als Ersatzdelegierte wurden unter anderen auch Holger Müller, Karsten Klein, René Ritter und Sascha Eisenbeil, aus dem Landkreis Birkenfeld gewählt. Im Arbeitsprogramm für das kommende Jahr setzen die Jusos ihre Schwerpunkte vor allem auf der Fortsetzung ihrer Politik in den Bereichen Arbeit, Soziales, Europa und Wirtschaft, wobei auch die stattfindenden Kommunalwahlen sowie die Europawahl eine wichtige Rolle spielen werden.
Der neugewählte Bezirkssprecher Holger Noß betonte, dass die Zukunft gerade der Region auch maßgeblich von der Zusammenarbeit im Wirtschaftsraum Saar-Lor-Lux abhänge. Es gelte darum schon früh, Kontakte in unsere Nachbarregionen zu knüpfen und diese zu vertiefen.
Höhepunkt der Konferenz war das Referat der Juso-Bundesvorsitzenden Andrea Nahles, MdB, die auch kritische Töne gegenüber der Mutterpartei anschlug. Nahles betonte, im Hinblick auf die Ausbildungsmisere in der BRD, dass die Jusos nach wie vor die Einführung einer Ausbildungsplatzabgabe favorisieren und rief noch einmal die Delegierten auf, diese auch weiterhin mit Nachdruck einzufordern. Kritik wurde aber auch an Innenminister Schily geübt. Dessen Haltung zur Ausländerpolitik wurde vehement abgelehnt. Die Juso-Bundesvorsitzende zeigte sich aber trotz aller Kritik sehr zuversichtlich, dass die anstehenden Reformen in unserer Gesellschaft mit der rot-grünen Koalition am besten zu realisieren seien.

